Gemeinsam mit Staatssekretär Chrsitoph Degen wurde auf dem Feldbergkastell das Jubiläum des Welterbestatus des Limes gefeiert.

hessenARCHÄOLOGIE

Jubiläumsfeier auf dem Kastell Kleiner Feldberg

Gemeinsam mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen (SG) feierten die hessenARCHÄOLOGIE am 15. Juli mit dem Archäologischen Landesmusem Römerkastell Saalburg das 20 jährige Jubiläum der Aufnahme des Obergermanisch-Raetischen Limes in die UNESCO-Welterbeliste.

Mit Grußworten von Staatssekretär Christoph Degen (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur), Saalburgdirektor Dr. Carsten Amrhein und dem hessischen Limeskoordinator Dr. Kai Mückenberger sowie gemeinsam mit Landrat Ulrich Krebs und Vertreternder Deutschen Limeskommission wurde die Bedeutung des Welterbes wurde nicht nur ein monumentles Welterbe gewürdigt, sondern auch der Blick in die Zukunft geworfen.

Während Degen die Bedeutung des Welterbes für Hessen betonte, erinnerte Direktor Amrhein zurück an die Ernennung des Limes zum Welterbe. Es sei damals ein großer Moment, gewesen, so Amrhein, da man sich die Restaurierung, die Inwertsetzung dieser Kastellanlagen am Limes gar nicht dramatisch genug vorstellen könne. Wer vor dem Jahr 2003 hier oben unterwegs war, der habe eigentlich von dem Feldbergkastell relativ wenig gesehen. Vollkommen überwachsen sei es gewesen, an wichtigen Stellen nicht sichtbar. Das die Besucherinnen und Besucher heute - unter anderem über den Limeserlebnispfad - wieder einen hervorragenden Eindruck des Feldbergkastells gewinnen können, war jahrelanger Arbeiten unter der Leitung der Saalburg im Vorfeld der Ernennung zum Welterbe zu verdanken. Möglich war dies jedoch nur durch die Unterstützung des Landes und das Engagement der Kreise und Gemeinden am Limes selbst.

Doch auch nach der Ernennung zum Welterbe hörten die Bemühungen um die Erforschung und Vermittlung des Limes nicht auf. So lag ein besonderer Fokus des Treffens auf dem Feldberg darauf, wie sich die Vermittlung des oftmals unscheinbar im Boden verborgenen Welterbes weiterentwickelt hat - zuletzt durch zwei kostenfreie Hörführungen in der Kulturschätze-App der SG.

Auch die Erfoschung des Limes steht nicht still, wie Limeskoordinator Dr. Kai Mückenberger erläuterte. Vieles sei zwar bekannt, wie Mückenberger anhand ausgewählter Bilder präsentierte, aber dies täusche darüber hinweg, das einiges eben noch unklar sei. Neu entdeckte Kastelle und Turmstellen, veränderte Limesverläufe und neue Teilstrecken zeigen eindrucksvoll, wie viel es am Limes noch zu entdecken gibt.

Auch nach 20 Jahren Welterbe gibt es daher noch immer spannende neue Erkenntnisse um Europas größtes Denkmal und viele interessante neue Möglichkeiten, es zu erleben.