Ein Meilenstein für Erhalt, Forschung und Vermittlung
„Die neue Monographie, für die wir den renommierten Architekturhistoriker Prof. Dr. Julian Hanschke gewinnen konnten, bündelt erstmals umfassend die Ergebnisse jahrzehntelanger archäologischer, bauhistorischer, restaurierungswissenschaftlicher und archivalischer Forschungen unter Federführung des Landesamts für Denkmalpflege“, sagte Prof. Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, einleitend. Die Publikation sei ein wichtiger Meilenstein sowohl für einen in die Zukunft gerichteten Umgang mit dem herausragenden Zeugnis zisterziensischer Baukultur als auch ein wichtiger Beitrag zur Landes- und Kulturgeschichte Hessens. Sie biete eine zusammenfassende Rückschau aller Arbeiten zum Erhalt des Ensembles, sichere das Wissen früherer Generationen und biete die Grundlage für jede Form der Vermittlungsarbeit. Auf diese Weise solle gewährleistet werden, dass auch kommende Generationen die Geschichte des Ensembles unmittelbar erfahren, Materialien und handwerkliche Techniken verstehen und sich mit den Lebenswelten früherer Menschen auseinandersetzen könnten.
In seinem Festvortrag skizzierte Prof. Dr.-Ing. Julian Hanschke die Bedeutung der ehemaligen Abtei, die zu den bedeutendsten Zisterzienserklöstern im deutschsprachigen Raum zähle und sich schon früh zu einem herausragenden wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum entwickelt habe. Dies spiegele sich bis in der außergewöhnlich reichen und weitgehend auf das 12. und 13. Jahrhundert zurückgehenden Bausubstanz der Abteikirche und der zugehörigen Bauten.