Auf halber Strecke zwischen Hanau und Bruchköbel liegt die hessische Staatsdomäne des Kinzigheimerhofs. Was heute eine rein landwirtschaftlich genutzte Fläche ist, hatte vor rund 3.000 Jahren eine ganz andere Relevanz. Siedlungen lassen sich zu dieser Zeit nur schwer nachweisen, dennoch zeigt ein nun erstmals vollständig vorliegender und restaurierter bronzezeitlicher Hortfund: 900 Jahre vor Christus, zur Zeit der Urnenfelderkultur, war hier einiges los. Hortfunde sind neben Bestattungen oft die einzige Möglichkeit, die mysteriöse Kultur der Urnenfelderzeit zu fassen. Kaum ein anderer hessischer Hortfund reicht an den vom Kinzigheimerhof heran. Dies ermöglicht der Forschung wichtige Einblicke in das Leben nördlich von Main und Kinzig.
Beim Kinzigheimer Hof fanden sich - über viele Jahre verteilt - rund 200 Bronzewerkzeuge. Einst von einer Handwerkerin oder einem Handwerker der Bronzezeit vermutlich sorgfältig zusammengetragen und im Boden verborgen, wurden die Funde durch die Jahrhunderte lange landwirtschaftlichen Nutzung auf weiter Fläche verteilt. Erstmals konnten nun alle Objekte des Hortfundes in der hessenARCHÄOLOGIE zusammengetragen und restauriert werden.