Mit der Gründung des Bistums Limburg im Jahre 1827 und der Erhebung der Stifts- und Pfarrkirche SS. Georg und Nikolaus zur Kathedrale stieg das Interesse ihrer mittelalterlichen Architektur in der Kunst- bzw. Architekturhistoriografie und der Denkmalpflege. Der Limburger Dom erfuhr seitdem drei Restaurierungen (1870er, 1930er Jahre, 1967–1991). Während jeder der drei Maßnahmen bestand ein anderes politisches System (preußische Kaiserzeit, „Drittes Reich”, Bundesrepublik Deutschland) und parallel zum politischen Umfeld veränderten sich das Verständnis in der deutschen Baudenkmalpflege. Aus der wechselseitigen Beziehung der Restaurierungsphasen mit signifikanten Daten der deutschen Geschichte zeichnet sich bereits ab, dass der Limburger Dom nicht nur ein Repräsentant der hochmittelalterlichen Baukunst ist, sondern auch zeitgenössisch als nationales Denkmal wahrgenommen und mit ideellen Werten belegt wurde. Die Arbeit stellt einerseits die denkmalpflegerischen Maßnahmen dar. Andererseits versteht sie denkmalpflegerisches Handeln als Quelle von Geschichtsbildern und richtet den Fokus auf Darstellungsmuster und Strategien der Denkmalpflege bei ihrem Ziel, ihr Handeln zu legitimieren.
Arbeitshefte Band 10
Zwischen Erhalten und Gestalten. Die Restaurierungen des Limburger Domes seit 1869
| Titel | Zwischen Erhalten und Gestalten. Die Restaurierungen des Limburger Domes seit 1869 |
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| Autor / Herausgebende Person | Jennifer Verhoeven |
| Erscheinungsjahr | 2006 |
| Herausgeber | Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Bau- und Kunstdenkmalpflege |
| Verlag | Konrad-Theiss-Verlag |
| Umfang | 180 S. : Ill., graph. Darst. |
| ISBN / ISSN | 3-8062-2095-6 |
| Preis | 10,00€ (reduzierter Preis) |