Buchpräsentation in Bad Homburg

Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Architektur des 12. Jahrhunderts in Hessen

Am 29. April präsentierten die Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen (SG) in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg und dem Landesamt für Denkmalpflege in Hessen (LfDH) die neue Publikation "Architektur des 12. Jahrhunderts in Hessen".

Die Buchvorstellung hat im Weißen Saal des Schlosses Bad Homburg stattgefunden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten die Gelegenheit, mit den Herausgebenden, Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen und mehr über die aktuellen Forschungen zur mittelalterlichen Architektur und die laufenden denkmalpflegerischen Projekte zu erfahren. Die Veranstaltung wurde von Frau Dr. Dötsch in Vertretung von Frau Dr. Worms eröffnet. Dr. Verena Jakobi, Landeskonservatorin und Leiterin der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, sprach ein Grußwort.

In diesem betonte Dr. Jakobi, dass die hier vorgestellte Publikation das Ergebnis eines interdisziplinären Austausches sei, der seinen Anfang mit dem Studientag „Architektur des 12. Jahrhunderts in Hessen. Perspektiven aus Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege“ im November 2023 genommen habe und die Publikation zudem ein Beispiel für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege sei. Besonders zu begrüßen sei, dass die Publikation die Inhalte der Tagung vertiefe und weiterentwickle. Die Vielfalt der beteiligten Institutionen spiegele sich in der thematischen und methodischen Breite der Beiträge wider. So zeigten die Beiträge, dass die Beschäftigung mit der Architektur dieser Zeit nicht nur kunsthistorische Fragen betreffe, sondern auch Erkenntnisse zu Datierung, Funktion und Bedeutung zentraler Bauwerke ermögliche, deren materieller Bestand einen hohen historischen Quellenwert besitze. Desweitern erläuterte Dr. Jakobi, dass sich die Denkmalpflege seit dem 19. Jahrhundert zu einer wissenschaftlich fundierten Disziplin entwickelt habe, in der interdisziplinäre Forschung neue Perspektiven eröffne. Beispielhaft nennt Sie das Kloster Konradsdorf, dessen jüngere Untersuchungen und Instandsetzungsmaßnahmen wichtige neue Erkenntnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte geliefert hätten. Abschließend betonte Dr. Jakobi, dass die Publikation über eine reine Dokumentation hinausgehe und als Anstoß für weitere Forschung diene sowie einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung und Weiterentwicklung des kulturellen Gedächtnisses in Hessen leiste.

Die Publikation, die nun vorliegt, ist daher mehr als ein Tagungsband – sie ist ein Plädoyer für die erneute Auseinandersetzung mit unserem baulichen Erbe. Sie lädt dazu ein, bekannte Bauwerke neu zu betrachten, Forschungslücken zu schließen und die Geschichte mancher Orte neu zu schreiben.

Dr. Verena Jakobi Landeskonservatorin des Landes Hessen

Mit frischen Blickwinkeln und aktuellen Forschungsergebnissen richtet sich die Publikation aus dem Nünnerich-Asmus-Verlag sowohl an Fachleute als auch an ein interessiertes Laienpublikum. Die Publikation ist unter folgendem Link erhältlich:  

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