Der Langwerther Hof in Eltville

Langwerther Hof in Eltville

Der Langwerther Hof mit dem 1669 erbauten Lichtenstern’schen Palais und dem Kutschenhaus von 1712 ist stadtbildprägend für die historische Altstadt von Eltville. Jahrzehntelanger Sanierungsstau, Leerstand und Feuchtigkeit hatten dem Ensemble stark zugesetzt.

Platzierung und Kategorie1.  Preis
PreisträgerStefan Jökel und Peter Jökel
PreisBronzeplakette, Urkunde und Geldpreis (5.000€)
ObjektLangwerther Hof, 65343 Eltville

 

Denkmalgerechte als generationenübergreifende Aufgabe

Mit großem Engagement setzen die Eigentümer die Gebäude schrittweise denkmalgerecht instand. Bei der Restaurierung des Holztragwerks kamen ausschließlich Nadel- und Eichenholz aus Zweitverwendung zum Einsatz. Die historische Ausstattung wie Fenster, Türen, Treppen, Dielenböden und Teile der sogenannten „Hindenburg Tapete“ wurden aufwändig restauriert und konnten so erhalten werden. Innendämmungen aus Strohlehm und Schilfrohrplatten sowie zu Kastenfenstern ergänzte historische Fenster verbesserten den Wärmeschutz. In enger Zusammenarbeit mit Denkmalpflege und Stadt wird der Hof als generationenübergreifende Aufgabe behutsam weiterentwickelt. Neue Wohnungen und Dienstleistungen sollen das Ensemble stärker mit der Altstadt verzahnen und künftig für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Stefan Jökel und Peter Jökel bei der Preisverleihung

Die Meinung der Jury

Die Jury wertete die Instandsetzung des Langwerther Hofs in Eltville durch die Jökel GbR als vorbildliches Beispiel für den Erhalt eines stadtbildprägenden Ensembles durch eine Projektentwicklungsgesellschaft. Das Potential des sowohl für die Geschichte der Stadt als auch für das Erscheinungsbild der historischen Altstadt bedeutsamen Ensembles sei nachhaltig und effizient genutzt worden, um die künftige Stadtentwicklung positiv beeinflussen zu können. Die Instandsetzung des ehemaligen Kutschenhauses und des Lichtenstern´sches Palais stehe beispielhaft für die Bewahrung regionaler Stadtbau- und Handwerkskunst. 

Die durch den Hessischen Denkmalschutzpreis 2026 gewürdigten Leistungen wären ohne engagierte und professionelle Architekten-, Restauratoren- und Handwerksbetriebe nicht möglich.

  • Dipl.-Ing. Stephan Dreier, Niederbrechen
  • Restaurator: Sven Trommer, Weilburg
  • Müller Holzbau GmbH & Co.KG, Hünfelden
  • Mosler Restaurierungen, Hadamar
  • Tischlerei Kremer GmbH, Villmar
  • Holzbau Wagner GmbH, Braubach
  • Lange Restaurierungen, Schrecksbach
  • Adam Oswald GmbH, Geisenheim
  • Bellroth & Schneide GmbH, Villmar